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Wenn der Saft ausgeht

14. März 2010 2 Kommentare
Juice

Er findet in fast allen transportablen Geräten Verwendung, wir nutzen ihn tagtäglich und verlassen uns auf ihn — nicht selten werden wir von ihm enttäuscht und geraten im ungünstigsten Fall sogar in brenzlige Situationen: Der Akku ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ob als Saftlieferant im Mobiltelefon, Notebook oder der Kaffeemaschine für unterwegs, ohne den Akkumulator kommen wir nicht mehr aus.

Die Selbstverständlichkeit, mit der wir moderne Akkutechnologien einsetzen, haben wir gleich mehreren Personen zu verdanken. Thomas Alva Edison als Erfinder des Nickel-Eisen-Akkumulators und Waldemar Junger für die Erfindung des Nickel-Cadmium-Akkus zum Beispiel. Erfindungen, die schon weit über 100 Jahre alt sind und in den ersten Jahren als unsinnig, unbrauchbar abgewiesen wurden. Damals hätte wohl niemand nur geahnt, wie Abhängig wir einmal von Akkus sein werden. Gerade wegen dieser Abhängigkeit ist es verständlich und gut, dass man sich nicht mit dem Ist zufriedengibt und in Sachen Akkumulatoren immer weiter forscht. Tatsächlich ist die Akkuforschung ein sehr interessantes Forschungsgebiet.

Diese Forschung muss auch sein: Irgendwann will die Menschheit Elektroautos (ernsthaft) mit Akkus im Kofferraum antreiben und “10 Stunden Akkulaufzeit” als Werbetext für Notebooks als lächerlich darstellen. Apropos Akkulaufzeit von Notebooks: Vor sieben Jahren betrug die Akkulaufzeit der damaligen (aus heutiger Sicht natürlich leistungstechnisch altbackenden) Notebooks im Schnitt drei Stunden. Heute sind wir mehr als beim doppelten, dümpeln allerdings im Niedrigpreissegment immer noch bei drei bis vier Stunden herum. Natürlich sind die Geräte heute leistungsfähiger und daher ist der Vergleich nicht ganz fair, doch lässt sich sagen, dass hier noch einige Arbeit von uns, oder besser gesagt vor den Forschern liegt.

Insbesondere bei Notebooks und Handys, besser noch bei Smartphones nützt jedoch nicht allein ein stärkerer Akku etwas. Die Komponenten insgesamt müssen stromsparender werden — und das tun sie auch, im Prinzip sind sie es sogar schon heute: LED-Bildschirme und stromsparende Prozessoren tragen zu weniger Verbrauch und damit zu einer längeren Akkulaufzeit bei. Akkuforschung allein ist also nicht die Lösung des Problems mit der geringen Laufzeit — vielmehr müssen hier alle Komponenten zusammenspielen.

Derzeit geforscht wird unter anderem an Papierakkus. Das hört sich verrückt an (und das ist es sicher auch), könnte aber neben dem Problem mit der Kapazität auch ganz neue Wege in Sachen Flexibilität und Design von Notebook und Co. ermöglichen. Noch ist diese Technologie unausgereift, in der Produktion sehr teuer und teils in Sachen schädliche Auswirkung auf die Gesundheit umstritten — aber hier zeigt sich, dass fleißig geforscht wird und uns so einiges bevorsteht.

Denn insbesondere bei mobilen Geräten sind verhältnismäßig leistungsschwache, schwere und klobige Akkus die größte Schwachstelle.

2 Kommentare »

  • Patrick Scheips schrieb:

    Was haltet Ihr von der Entwicklung der Akkutechnologie?
    Lasst gern Eure Fantasie freien lauf: Wie werden Akkus in 10 Jahren aussehen? Wohin wird die Entwicklung führen?

    Ich bin gespannt auf Eure Ideen zu diesem Thema!

  • 4ndreas schrieb:

    Vor 10 Jahre als ich ein Nokia 3310 hatte mit etwa einer Woche Akkulaufzeit, dachte ich mir wenn die Entwicklung so weitegeht wird man zukünftig wohl sein Akku nur mehr einmal im Monat aufladen müssen.

    Inzwischen ist es aber so, dass das Handy fast jeden Tag geladen werden muss. Wie man sich doch Irren kann :)

    Im Grunde reichen mir beim Iphone die Akkulaufzeit von 2 Tagen, bzw. ein Tag bei “heavy using”. Was mich aber bischen nervt ist immer das Anstecken. Ich hoffe deshalb, dass man zukünfitg das Akku über Induktion laden kann. Beispielsweise wie bei Palm Pre.

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