Testbericht: Blogsy, die iPad-App für Blogger

Wer heutzutage einen Weblog betreibt, der greift in den meisten Fällen auf webbasierende Verwaltungsmöglichkeiten zum Schreiben, Bearbeiten – eben zum generellen Verwalten des eigen Blogs – zurück. WordPress ist ein dafür oftmals eingesetztes System. Eine native Clientsoftware kommt bei den wenigsten zum Einsatz – erst recht auf mobilen Geräten wie dem iPad. Genau für dieses möchten wir Euch heute eine neue App vorstellen: Blogsy.

Da stellt sich zunächst einmal die Frage, warum auf dem iPad nicht ebenfalls die Weboberfläche von WordPress und Co. genutzt werden sollte. Die Antwort darauf ist relativ simpel: Sie ist – bedingt durch das iPad-Bedienkonzept – nicht sonderlich komfortabel. Das fängt schon an, wenn dem Artikel ein Bild hinzugefügt werden soll. Das funktioniert nämlich nur um Umwege.

Blogsy bietet für eben genau diese Anwendungsfälle gut durchdachte Lösungen. Diese Applikation ist darauf ausgerichtet, Blogartikel zu schreiben und mit Ressourcen wie Bildern und Videos anzureichern. Doch fangen wir mit den Grundlagen an:

Einmal formatieren, bitte!

Blogsy, welches sich mit WordPress- und Blogger-Blogs versteht, kommt mit zwei Ansichten daher, in denen Blogartikel erstellt oder bearbeitet werden können: Die erste Ansicht stellt den Artikel formatiert dar und gibt einen Eindruck, wie dieser später einmal aussehen wird. In dieser Ansicht lässt sich Text formatieren und es lassen sich Medien einfügen und positionieren – eine Bearbeitung von Text ist hier allerdings nicht möglich. Das hat technische Gründe und ist etwas ärgerlich. Jedoch steht mit der zweiten Ansicht, einer Art Quellansicht, durchaus eine Möglichkeit zur Textbearbeitung zur Verfügung. In dieser Ansicht wird der Artikeltext mit den entsprechenden HTML-Formatierungen angezeigt. Daher können so weitreichende Anpassungen vorgenommen werden – das entsprechende HTML-Wissen vorausgesetzt.

So aufgeräumt präsentiert sich Blogsy auf dem iPad

Für die grundlegenden Formatierungsmöglichkeiten ist allerdings auch in der Quellansicht kein HTML-Know-How notwendig: Über diverse Schaltflächen kann markierter Text fett, kursiv oder durchgestrichen formatiert werden. Außerdem können so die Textausrichtung angepasst, Formatvorlagen genutzt und ähnliche Dinge erledigt werden.

Bilder, Videos und mehr

Ein guter Artikel besteht natürlich aus mehr als nur reinen Text. Das haben sich auch die Blogsy-Entwickler gedacht und daher Funktionen integriert, um den Artikeln Bilder und Videos hinzuzufügen. Die können von Flickr, Picasa, YouTube, Google oder aus Eurer iPad-Fotobibliothek stammen und komfortabel – ohne HTML-Kenntnisse – eingefügt und platziert werden.

Ist der Artikel somit erst einmal fertig gestaltet, lässt er sich direkt mit Metadaten wie der Kategorie (Blogsy liest bestehende Kategorien aus), Tags und mehr versehen und veröffentlichen.
Neben der Erstellung neuer Artikel können auch Bestehende bearbeitet und auch gelöscht werden. Auch die Verwaltung von Entwürfen ist somit möglich.

Fazit

Blogsy ist eine schicke, umfangreiche und leicht zu bedienen iPad-App, die jeder Blogger zumindest einmal ausprobiert haben sollte. Schade ist, dass sich Artikel in der Rich-Text-Ansicht nicht bearbeiten lassen – aber das hängt leider mit technischen Einschränkungen zusammen, an denen die Entwickler keine Schuld tragen.

In der App lässt schon eine hilfreiche FAQ-Sammlung abrufen und es stehen einige Erste-Schritte-Videotutorials zur Verfügung – hier zeigen sich die Entwickler erfreulicherweise also durchaus hilfsbereit.

Blogsy steht für derzeit 3,99 Euro im App Store zur Verfügung und ist nur auf dem iPad lauffähig.

Dieser Artikel wurde übrigens auf einem iPad geschrieben – natürlich mit Blogsy.

Patrick Scheips

Patrick Scheips, Jahrgang 1990, Gründer dieser Webseite, ist ausgebildeter Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung, studiert derzeit Kognitive Informatik an der Uni Bielefeld und sucht sich seit gut sieben Jahren seine Wege durchs Netz. Die Bezeichnung (s)einer Person als "Computer- und Internetjunkie" sieht er durchweg positiv. Seit 2005 ist Patrick bekennender und überzeugter Mac-User und in einigen Aspekten wohl jemand, den man als Apple-Fanboy bezeichnen würde.

You may also like...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.