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Testbericht: Logitech R800-Presenter

29. Mai 2011 Kein Kommentar
Ein Produktfoto des Logitech R800

Jeder, der öfters Präsentationen mit PowerPoint, Keynote oder ähnlichen Programmen hält, hat sicher schon einmal die Option der Nutzung eines so genannten Presenters in Betracht gezogen. Als Presenter bezeichnet man kompakte Fernbedienungen, die der Steuerung der Bildschirmpräsentationen dienen. Ihr könnt damit also zur nächsten und vorherigen Folie der Präsentation navigieren.

Der R800 von Logitech ist ein solcher Presenter — selbstverständlich in kabelloser Form. Mit knapp 60 Euro siedelt er sich im Bereich der semi-professionellen Präsentationsfernbedienungen an und geht somit über den Funktionsumfang einfacher Presenter hinaus. Ihr habt hiermit also nicht nur die Möglichkeit, in den Präsentationen zwischen den Folien zu navigieren, sondern könnt auch darüber hinaus noch eine ganze Menge tun.

Zum einen könnt Ihr die Präsentation über den Presenter per Tastendruck starten und beenden sowie den Bildschirm schwarz schalten. Aber damit ist es bei weitem nicht getan …

Es werde Licht

Ein Feature, welches man in dieser Preisklasse zugegebenermaßen erwarten kann, ist ein in dem Presenter eingebauter Laserpointer. Damit könnt Ihr wichtige Punkte auf der Projektionsfläche, auf der Eure Präsentation sichtbar ist, hervorheben. Der R800 hat diese Funktion auch. Allerdings ist hier nicht ein — wie sonst üblich — roter Laserpointer integriert, sondern ein grüner. Der Vorteil: Grüne Laserpointer sind auf mehr Flächen besser sichtbar als dies bei Roten der Fall ist. Das ist etwas, was diesen Presenter deutlich von seiner Konkurrenz abhebt. Denn auch in dieser Preisklasse stößt man häufig auf rote Laserpointer — nur selten auf die grüne Variante.

Zeitmanagement einfach gemacht

Ebenfalls ein selten anzutreffendes Feature ist der im Logitech R800 integrierte Timer. Über das in der Fernbedienung eingebaute Display könnt Ihr ein Zeitintervall einstellen. Das ergibt dann Sinn, wenn Ihr nur ein bestimmtes Zeitkontingent für die Präsentation habt. Über das Display wird Euch so die noch verbleibende Präsentationszeit angezeigt.

Damit Ihr nicht ständig auf das (übrigens gut lesbare) Display blicken müsst, werdet Ihr fünf Minuten vor Ende der Präsentationszeit und beim Ende der Präsentationszeit über einen kurzen, aber gut wahrnehmbares Vibrationsimpuls auf dieses Ereignis hingewiesen. Der Timer zusammen mit dieser Vibrationsfunktionalität machen einen gut durchdachten Eindruck und helfen gut beim Zeitmanagement. Sie geben insbesondere ein hohes Gefühl der Sicherheit und sind ein großer Vorteil dieses Presenters.

Über das Display wird neben diesem Countdown auch die Signalstärke der Verbindung sowie die Kapazität der beiden integrierteren AAA-Batterien angezeigt.

Beschränkte Mac-Kompatibilität und Bluetooth-inkompatibel

Hat der Hersteller dieses Presenters Logitech im Jahr 2004 noch damit geworben, dass ihre Wireless-Produkte Bluetooth-kompatibel sind, ist man inzwischen wieder davon abgekehrt. Heutzutage wird die Verbindung zwischen dem kabellosen Gerät und dem Computer über einen USB-Dongle realisiert. Trotz der Tatsache, dass Ihr hier ein Wireless-Produkt einsetzt, müsst Ihr also noch einen (insbesondere bei Mobilgeräten kostbaren) USB-Port hergeben. Das ist sehr ärgerlich — insbesondere bei Macs, welche seit Jahren serienmäßig über eine integrierte Bluetooth-Funktionalität verfügen. Doch auch viele Windows-Rechner sind Bluetooth-kompatibel.

Warum also setzt Logitech nicht auf den Bluetooth-Standard? Nun, ein Hauptgrund scheint wohl die Reichweite zu sein. Mit Bluetooth können nur wenige Meter erreicht werden, Logitech erreicht durch ihre eigene Wireless-Implementierung einige dutzend Meter Reichweite.

Trotzdem: Es sollte zumindest die Option geben, auf den Bluetooth-Standard zu setzen und auf nervige USB-Dongles zu verzichten. Wobei hier anzumerken ist, dass Logitech hier nicht alleine ist. Tatsächlich sind die reinen Bluetooth-Standard-kompatiblen Geräten rar gesät. Bluetooth scheint hier relativ gefloppt zu sein. Schade eigentlich.

Ebenfalls sehr schade ist, dass der Logitech R800 nur beschränkt mit dem Macintosh kompatibel ist. Der Presenter wird als Tastatur erkennt (was er übrigens technisch gesehen auch ist) und gestaltet sich bei der Einrichtung etwas holprig. Eine Drittanbieter-Software wird aber trotzdem nicht benötigt.

In Kombination mit Apple Keynote muss standardmäßig jedoch auf die Funktionalität der “Präsentation starten/beenden”-Taste und der Taste zum Schwarzschalten des Bildschirms verzichtet werden. Über kurze Internetrecherchen ist allerdings rauszufinden, dass sich auch diese Probleme lösen lassen.

Dennoch: Eine Mac-Kompatiblität “out-of-the-box” wäre wünschenswert und wird von Logitech bei anderen Produkten (Tastaturen, Mäuse) auch so gehandhabt.

Fazit

Unterm Strich ist der Logitech R800 dennoch ein Top-Gerät und in Sachen Verarbeitung, Optik und Funktionalität (insbesondere in Sachen Kombination dieser Faktoren) ungeschlagen. Für unter 60 Euro erhält man ein solides Gerät, welches bei Euren Präsentationen als sehr sehr hilfreich erweisen wird.

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