Erfahrungsbericht zu „flip4new“

Wer sich einen neuen Computer oder ein neues Smartphone anschaffen möchte, der steht nicht selten vor der Frage der Finanzierung. Eine gute Idee ist es da oft, das alte Gerät zu verkaufen und damit zumindest einen Teil des Kaufpreises vom neuen Technikspielzeug zu finanzieren. Möglich macht das zum Beispiel die Internet-Auktionsplattform eBay — oder aber Ankaufsdienste wie flip4new.

Ich, der Autor dieses Artikels, habe schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken gespielt, mein MacBook aus dem Jahr 2008 (eines der ersten „Unibody“-Modelle) durch ein MacBook Air zu ersetzen. Da ich keine zwei Notebooks benötige, bot es sich an, mein „altes“ MacBook zu verkaufen und somit — wie in der Einführung bereits beschrieben — einen Teil des MacBook Air-Neukaufpreises abzudecken.

Zuerst zog ich dafür eBay in Betracht und habe dort recherchiert, wie viel ich wohl noch für mein MacBook Modell „Mitte 2008“ bekommen würde. Die Preise variieren gewohnt stark, der Mittelwert lag allerdings bei ca. 550 Euro. Das klingt zunächst einmal nach einem fairen Deal — wenn da nicht die Kosten wären, die da noch auf einem zukämen: eBay verlangt zunächst einmal eine Angebotsgebühr und zwackt einen Teil vom Verkaufspreis ab, sofern die Auktion erfolgreich verläuft. Außerdem fallen noch Versandkosten an (die jedoch in der Regel natürlich der Käufer zu tragen hat) — ganz zu schweigen von dem Aufwand und die Zeit, auf den Zahlungseingang des Käufers zu warten. Insgesamt wären mir von den 550 Euro, sofern, ich die bei eBay überhaupt bekommen hätte, — wenn überhaupt — 500 Euro geblieben.

Der „Bestellablauf“

Also schaute ich mich nach anderen Möglichkeiten um. Da ich mein MacBook Air über Unimall.de bestellen wollte (aufgrund des Bildungsrabattes, den ich in Anspruch nehmen kann), schaute ich mich auf deren Website um. Recht überraschend stieß ich dabei auf eine Werbung für den Dienst flip4new.de — einem Ankaufsdienstleister im Internet.

Die Website von flip4new ist angenehm übersichtlich gehalten und stellt einen Assistenten im Fokus, der einem durch wenige Schritte leitet und am Ende anzeigt, wie viel Geld man noch für das angegebene Technikprodukt erhalten würde, sofern man flip4new nutzen würde. Dabei muss unter anderem angegeben werden, in welchem Zustand sich das Gerät befindet. Apple-Produkte bringen dort — das erstaunt nicht wirklich — deutlich mehr als andere Technikgeräte. So wurde mir ein Preis von 540 Euro angeboten — die Versandkosten würde flip4new übernehmen und es würden keine weiteren Kosten anfallen.

Das klang fair. Also schaute ich mich etwas im Internet um und las mir Erfahrungsberichte durch. Schließlich möchte man ja wissen, ob man nach dem Einsenden des Gerätes auch wirklich das Geld sehen würde. Denn zuerst muss das Gerät an flip4new eingesandt werden, es dann überweist man dort das Geld per Banküberweisung.

Eine Besonderheit besteht darin, dass man sich nicht „nur“ direkt das Bargeld ausbezahlen, sondern das Geld (in meinem Fall 540 Euro) für ein Neugerät verrechnen lassen kann. Soll heißen: Ich verkaufe mein MacBook für 540 Euro an flip4new und kaufe über diesen Dienstleister ein MacBook Air zum normalen Verkaufspreis abzüglich der 540 Euro.  Im Grunde ist das ein fairer Deal — allerdings muss man so auf etwaige Bildungsrabatte verzichten. Für mich kam diese Option daher nicht in Frage.

Also schloss ich den „Bestellvorgang“ rasch ab und konnte mir nach Absenden der „Bestellung“ ein DHL-Retourenettiket ausdrucken. Damit wird erreicht, dass für den Verkäufer (also für Euch) keine Versandkosten anfallen. Anschließend noch rasch die Daten vom MacBook sichern, die Festplatte formatieren, alles in die Originalverpackung stecken und diesen in eine Umverpackung verstauen, auf die dann schließlich das Retourenettiket kommt — und dann ab die Post.

Bis hierhin lief in meinem Fall alles glatt — wobei es auch nicht viel gab, was hätte schiefgehen können.

Im Anschluss ist Warten angesagt. DHL benötigt ca. ein bis zwei Werktage um die Sendung zuzustellen, dann muss flip4new das zugesandte Gerät prüfen („Ist die Ware im angegeben Zustand?“) und schließlich das Geld überweisen bzw. das Neugerät versenden (das habe ich, wie erwähnt, nicht ausprobiert da es für mich nicht in Frage kam).

Und hier muss ich leider ein paar kritische Worte loswerden: Die erste E-Mail, die mich über den Eingang der Ware informierte, kam zwar recht prompt — danach geschah aber erst einmal gar nichts. Ich habe einige Tage gewartet (vier an der Zahl) und schließlich einmal den Kundenservice angeschrieben um zu fragen, wann ich denn nun mit weiteren Infos rechnen könne. Die Antwort darauf kam recht fix — beinahe gleichzeitig mit der E-Mail, die mich darüber informierte, dass alles in Ordnung sei und man eine Auszahlung der 540 Euro auf mein Konto in die Wege leiten würde.

An dieser Stelle hatte ich das Gefühl, dass ohne meine Nachfrage weiterhin gar nichts geschehen wäre und die erfreuliche „Alles okay, wir überweisen das Geld“-Mail viel später an mich gesendet worden wäre. Möglicherweise war es aber auch nur ein Zufall, dass diese besagte Mail gleichzeitig mit der Antwort vom Kundenservice kam, bei dem ich mich über den Status meines Auftrages informiert hatte.

Nun hieß es wieder warten — und zwar auf die Zahlung. Fünf Tage später kam dann schließlich eine weitere Mail: „Ihr Ankaufspreis für ihr eingesandtes Altgerät wurde überwiesen“. Wiederum einige Tage später war das Geld dann auf meinem Bankkonto. Das merkwürdige: Auch im Vorfeld dieser E-Mail hatte ich wieder den Kundenservice kontaktiert um erneut den Auftragsstatus zu erfragen (in solchen Angelegenheiten bin ich zugegebenermaßen immer etwas ungeduldig) — und, Ihr ahnt es schon, die besagte E-Mail kam wieder beinahe zeitgleich mit der Antwort vom Kundenservice.

Natürlich kann auch das wieder ein Zufall sein. Merkwürdig ist das aber meiner Meinung nach allemal.

Fazit

Für mich ist aber entscheidend, dass letztendlich alles geklappt hat und flip4new im Prinzip ohne Knurren den Ankaufspreis überwiesen hat — eben wie das angekündigt wurde. Daher kann ich flip4new auch durchaus weiterempfehlen. Der Kundenservice reagierte, wie geschrieben, schnell und freundlich — die etwas abstrus wirkendenden Zusammenhänge zwischen den E-Mails des Kundenservices und den E-Mails, die mich über den Auftragsstatus informierten, kann ich an dieser Stelle nicht bewerten und werde ich daher auch nicht zum Negativen auslegen.

Wenn Ihr aber ähnliche Erfahrung gemacht habt, dann lasst mich das gerne wissen — denn dann kann man wohl wirklich nicht mehr von Zufall sprechen und ich würde mein positives Fazit noch einmal überarbeiten.

Bis dahin kann ich flip4new aber weiterempfehlen. Insbesondere für Apple-Produkte bietet dieser Dienst eine sehr gute Alternative zu eBay und Co. (Bei iPhones erzielt man erfahrungsgemäß bei eBay allerdings deutlich mehr als bei flip4new — das müsstet Ihr im Zweifel aber einmal selbst recherchieren.)

Patrick Scheips

Patrick Scheips, Jahrgang 1990, Gründer dieser Webseite, ist ausgebildeter Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung, studiert derzeit Kognitive Informatik an der Uni Bielefeld und sucht sich seit gut sieben Jahren seine Wege durchs Netz. Die Bezeichnung (s)einer Person als "Computer- und Internetjunkie" sieht er durchweg positiv. Seit 2005 ist Patrick bekennender und überzeugter Mac-User und in einigen Aspekten wohl jemand, den man als Apple-Fanboy bezeichnen würde.

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