Erfahrungsbericht: Apple Service Provider

Apple-Geräte haben generell einen guten Ruf, wenn es um die Verarbeitungsqualität geht. Der Autor dieses Artikels besitzt und besaß selbst diverse Apple-Hardware – angefangen von einem der ersten Intel-Mac minis über einen iMac bis hin zu einem MacBook Air 13″ von Mitte 2011. Keines dieser Geräte hat jemals einen Hardware-Defekt erlitten – bis Ende Juli diesen Jahres …

Denn vor ziemlich genau vier Wochen erlitt das knapp ein Jahr alte Gerät einen Schaden am Display: Mehrere Streifen verhinderten die Sicht auf dem, was sich auf dem Notebook-Monitor eigentlich abspielt. Nach diversen Versuchen dieses Problem durch einen PRAM-Reset und ähnlichem zu beheben, folgte somit ein Anruf bei dem telefonischen Support von Apple, nachdem zuvor online per Seriennummer der Garantie-/Gewährleistungsstatus geprüft wurde. Standardmäßig bietet Apple ab Kauf 12 Monate Garantie – der Fehler trat also „gerade noch rechtzeitig“ auf.

Telefonisch gab man dann die Auskunft, dass wohl ein Hardwarefehler vorliege (Tatsache!) und ein Apple Store oder ein autorisierter Apple Service Provider aufgesucht werden sollte. Die Nachfrage, ob ein Austausch auch direkt über Apple erfolgen könne (wie dies bei iOS-Geräten der Fall ist), wurde deutlich verneint. Der hohe Gegenwert des Gerätes und die Abmessungen von Mac-Computern (man denke nur an den iMac) ließen dies nicht zu.

Auf zum Service Provider

Somit blieb also keine andere Wahl, als den nächsten Apple Service Provider aufzusuchen. Glücklicherweise war dieser nicht  allzu weit entfernt und es stand neben einer Gravis-Filiale auch ein kleinerer örtlicher Service Provider zur Verfügung. Somit wurde dieser prompt aufgesucht – eine Terminvereinbarung war gemäß telefonischer Auskunft nicht erforderlich – und das MacBook Air einem Mitarbeiter des Stores vor Ort gezeigt. Nach wenigen Minuten war ein Reparaturschein ausgefüllt und die Auskunft erteilt, dass die Reparatur bis zu 10 Werktage dauern würde. Die längste Zeit würde dabei die Anlieferung des Ersatzteils durch Apple beanspruchen; die vorangehende Fehlerdiagnose (vor Ort) und der Einbau des Ersatzteils würde nur einen Werktag in Anspruch nehmen.

Das bedeutet im Worst-Case-Fall: 10 Tage ohne MacBook Air. Dank dem eingangs erwähnten iMac hätte sich diese Zeitspanne immerhin recht bequem überbrücken lassen. Doch erstaunlicher- und glücklicherweise erfolgte schon nach knapp drei Werktagen der Anruf, dass der Fehler behoben sei.

Zurück beim Apple Service Provider wurde freundlicherweise erläutert, was genau repariert wurde – wobei in diesem Fall von einer Reparatur genau genommen keine Rede sein kann: Das gesamte Display (also die gesamte „obere Hälfte“, das „Top-Case“, der „Deckel“ des MacBook Air) wurde ausgetauscht! Sämtliche Kosten wurden im Rahmen der Garantie übernommen. Nachträgliche Recherchen führten zur Erkenntnis, dass die ausgetauschte Komponente einen Wert von mehreren hundert Euro hat und die Reparatur im Anschluss an die Garantieperiode somit sicher entsprechend teuer gewesen wäre. Neben den Kosten für das Ersatzteil wären somit natürlich noch die Kosten für den eigentlichen Austausch angefallen – und die hätten sicher ebenfalls im dreistelligen Eurobereich gelegen.

Fazit

Nun konnte der Austausch in diesem Fall glücklicherweise noch im Rahmen der einjährigen Garantie abgewickelt werden. Der Austausch selbst ging völlig unkompliziert und schnell, deutlich schneller als erwartet. Da in diesem Fall sogar ein Austausch und keine Reparatur stattfand, können neue Fehler, die leider teils durch eine Reparatur entstehen können, quasi ausgeschlossen werden. Gesamturteil: Hervorragend.

Patrick Scheips

Patrick Scheips, Jahrgang 1990, Gründer dieser Webseite, ist ausgebildeter Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung, studiert derzeit Kognitive Informatik an der Uni Bielefeld und sucht sich seit gut sieben Jahren seine Wege durchs Netz. Die Bezeichnung (s)einer Person als "Computer- und Internetjunkie" sieht er durchweg positiv. Seit 2005 ist Patrick bekennender und überzeugter Mac-User und in einigen Aspekten wohl jemand, den man als Apple-Fanboy bezeichnen würde.

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